Preis

Generika sind moderne Arzneimittel mit Preisvorteil

Generika sind die preiswerte Variante von jahrelang bewährten und erprobten Arzneimitteln. Generika entlasten das heimische Gesundheitssystem massiv und leisten einen enormen Beitrag zur Finanzierung. Sie sind schon bald nach Verfügbarkeit um mehr als die Hälfte günstiger als Erstanbieter. Das heißt, erst mit dem Markteintritt von Generika kann der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger zusätzlich auch bei den Arzneimittelkosten einsparen.

Der Erstattungskodex (EKO) regelt die Preisbildung ab dem Markteintritt von Generika. Je mehr Generika zugelassen werden, umso günstiger die Preise für die Krankenkassen. Erst durch Generika kann der Hauptverband die Preise von ersetzbaren Erstanbietern reduzieren und die Preisspirale nach unten in Gang setzen. Laut EKO muss das 1. Generikum den Preis um                48 Prozent unter dem des Referenzproduktes senken. Der Preis des zweiten Generikums muss um 15 Prozent unter dem ersten Generikum liegen. Das dritte Nachfolgeprodukt muss wiederum 10 Prozent unter dem 2. Generikum liegen. Danach fallen die Preise weiter aufgrund des einsetzenden Wettbewerbs der Anbieter untereinander.

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Die Preissenkungen führen dazu, dass Generika 60 Prozent unter dem ursprünglichen Erstanbieter-Preis angeboten werden können. Nach dem Markteintritt des dritten Generikums beginnt der Preiswettbewerb zwischen den Generikaanbietern. Dadurch werden Preissenkungen von 80 bis 90 Prozent auf den ursprünglichen Referenzpreis erreicht. Zusätzlich sind Generika inflationsbedingt real in den letzten 10 Jahren konstant im Preis gesunken. Von diesen Preissenkungen profitieren die Österreicher und die österreichischen Sozialversicherungen. Mit den frei werdenden Ressourcen können kostenintensiveTherapien finanziert werden.

In Generika sind 36 Prozent aller Verordnungen Generika und verursachen dennoch nur 19 Prozent der Kosten (IMS Health Austria, 2015):

Generika_Infografiken v14b 4_16Medikamentenpreise unter dem EU-Schnitt

In Österreich liegen die Medikamentenpreise acht Prozent unter dem EU-15-Schnitt (Institut für Pharmaökonomische Forchung, 2015). Ursache dafür ist der österreichische Erstattungskodex, der in der EU einzigartig ist. Dieser regelt effizient den Preis zugunsten der österreichischen Sozialversicherungen.

Alarmierend hoch sind die Medikamentenpreise hingegen in vielen Aut-idem Ländern: In Deutschland, Schweden, Finnland, Dänemark, Schweiz und Portugal liegt der Durchschnittspreis von Generika über den in Österreich.

Versorgungsqualität und Versorgungssicherheit

Eine Versorgung, die sich am medizinischen Bedarf orientiert, ist in der Breite erst auf Grund sinkender Arzneimittelpreise möglich, die die Folge des Generika-Wettbewerbs sind. Durch Generika wird eine bessere und gleichzeitig qualitätssichere Versorgung eben ohne steigende Kosten für die Krankenkassen sichergestellt. Oftmals sorgen erst Generika dafür, dass Patienten ihrem medizinischen Bedarf entsprechend Zugang zu benötigten Arzneimitteltherapien erhalten. Durch Generika können mehr Menschen bei gleichbleibender Qualität versorgt werden, wodurch das Budget der Krankenkassen signifikant entlastet wird. Bei Cholesterinsenker beispielsweise können heute ohne Mehrkosten vier Mal so viele Patienten behandelt werden als dies noch vor einiger Zeit nur mit chefärztlicher Bewilligung möglich war.