Versorgungsqualität

Die demografische Entwicklung verursacht naturgemäß steigende Kosten im Arzneimittelbereich: der Anteil der über 65-jährigen steigt von derzeit 1,6 Millionen auf prognostizierte 2,7 Millionen im Jahr 2060 (Statistik Austria). Mit der Lebenserwartung steigt auch der Arzneimittelverbrauch; immer mehr Patienten benötigen Dauertherapien und somit auch mehr Verordnungen.

Eine Versorgung, die sich am medizinischen Bedarf orientiert, ist in der Breite erst auf Grund des Preisvorteils von Generika möglich. Durch Generika wird eine bessere und gleichzeitig qualitätssichere Versorgung ohne steigende Kosten für die Krankenkassen sichergestellt.

Generika entlasten das österreichische Gesundheitssystem bereits massiv: Früher waren Cholesterinsenker oft nur aufwendig über den Chefarzt erhältlich. Jetzt können ohne Mehrkosten bis vier Mal so viele Patienten behandelt werden. Auch beim Wirkstoff Clopidogrel (Blutverdünnungsmittel nach Herzinfarkt) sanken die Therapiekosten auf ein Viertel. Durch den Ablauf des Patentes von Pantoprazol (Protonenpumpenhemmer bei Magenerkrankungen) können inzwischen mehr als doppelt so viele Patienten bei gleichbleibenden Ausgaben behandelt werden.

Versorgungssicherheit

Seit Generika erhältlich sind, müssen die Krankenkassen trotz steigender Patientenzahlen wesentlich weniger ausgeben. Gleichzeitig stieg nachweislich die Versorgungsqualität. Mehr Patienten konnten ohne Kostenanstieg optimal behandelt werden. Die auf diese Weise eingesparten Ressourcen erschließen einen „headroom for innovation“, womit auch der Zugang zu teuren Spezialpräparaten weiterhin ohne systemsprengende Konsequenzen leistbar bleibt.

Der Erstattungskodex optimiert die Arzneimittelkosten und garantiert die Angebotsvielfalt. Die große Anzahl heimischer Generika-Unternehmen und die Vielfalt des Arzneimittelangebots ermöglichen eine nachhaltige Patientenversorgung und stellt die Produktverfügbarkeit für den Patienten sicher.

Finanzierung von Therapien – Kostenbremse wirkt

Eine vom US-amerikanischen IMS Institute for healthcare Informatics für den globalen Markt publizierte Studie („The Global Use of Medicines: Outlook Through 2018“) zeigt deutlich, dass weltweit die steigenden Kosten bei den Gesundheitsausgaben in den kommenden Jahren bis 2018 durch den forcierten Einsatz von Generika gebremst werden können.

Nach IMS-Berechnungen können insbesondere die künftigen Steigerungen der Therapiekosten für die großen Volkskrankheiten (Asthma, Bluthochdruck, Diabetes, Krebs) durch den Einsatz von Generika abgebremst werden. Für die Behandlung von Fettstoffwechselstörungen prognostiziert das IMS Institute for healthcare Informatics, USA, bei entsprechendem weltweitem Einsatz von Generika sogar rückläufige Kosten. Eine Kostenbremse in dieser Größenordnung bis 2018 könne laut Studienergebnis nur durch einen entsprechenden Anstieg von Generikaverordnungen erreicht werden, während die Ausgaben für Erstanbieter aufgrund innovativer Produkteinführungen konstant bleiben würden.