Rahmen Pharmavertrag

Mit 1.1.2016 wurde der seit 2008 bestehende Rahmen-Pharmavertrag um drei Jahre verlängert. Bei der Neuauflage des Rahmen-Pharmavertrages verpflichteten sich Pharmaindustrie und pharmazeutischer Großhandel erneut zu solidarischen Leistungen für das Gesundheitssystem. Der freiwillige Vertrag bringt nicht nur eine finanzielle Entlastung für die Krankenkassen, sondern eine verlängerte Laufzeit und damit bessere Planbarkeit, weitere Solidarbeiträge zur Unterstützung der Leistungsfähigkeit des Krankenversicherungssystems und wegweisende Investitionen in gemeinsame Gesundheitsziele.

Die Industrie hat sich verpflichtet, zur Unterstützung der Leistungsfähigkeit des Krankenversicherungssystems im Jahr 2016 zunächst einen Solidarbeitrag in Höhe von 125 Mio. Euro an die Krankenversicherungsträger zu leisten; 2017 und 2018 hängt die Höhe der Zahlung von der tatsächlichen Steigerung der Medikamentenausgaben ab (Pro Prozentpunkt 10 Millionen Euro, Obergrenze von 80 Millionen Euro pro Jahr).

„Mit der Unterzeichnung des Rahmen-Pharmavertrags leisten die österreichischen Generikaunternehmen einen weiteren wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems“, betont Wolfgang Andiel, Präsident des Österreichischen Generikaverbands. Denn Generika erfüllen in einem modernen Gesundheitssystem eine wichtige Rolle. Sie senken die Arzneimittelpreise nach Patentablauf, die Kosten der Heilmittelausgaben werden eingebremst, während gleichzeitig die Verordnungen steigen. Mehr Menschen können bei gleich bleibend hoher Qualität versorgt werden; das Budget der Krankenkassen wird entlastet.

6 Mio. Euro für Kinder und Prävention

Fortgeführt wird auch die Förderung von Projekten zur Erreichung gemeinsamer Gesundheitsziele in den Bereichen Kindergesundheit und Prävention. In den kommenden drei Jahren stehen für Maßnahmen im Rahmen gemeinsamer Gesundheitsziele zu den Themen Kindergesundheit und Prävention jährlich rund zwei Millionen Euro zur Verfügung. Ein zwischen Pharmawirtschaft und Hauptverband paritätisch besetztes Gremium wird über die Auswahl und Abwicklung von Maßnahmen entscheiden.

Die Partner des Vertrages sind:
Österreichischer Generikaverband, Fachverband der chemischen Industrie, PHARMIG, FOPI, Bundesinnung der chemischen Gewerbe, Denkmal–, Fassaden– und Gebäudereiniger, Bundesgremium des Handels mit Arzneimitteln, Drogerien– und Parfumwaren sowie Chemikalien und Farben, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, ARGE Pharmazeutika.